{"id":466,"date":"2017-03-19T15:30:19","date_gmt":"2017-03-19T14:30:19","guid":{"rendered":"http:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=466"},"modified":"2017-07-31T20:59:20","modified_gmt":"2017-07-31T19:59:20","slug":"unsere-argumente-vorbereitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=466","title":{"rendered":"Unsere Argumente"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>Vorbild Skandinavien<\/strong><br \/>\nIn Skandinavien gibt es \u201eVorschulen\u201c\u00a0 und mit dem siebten Lebensjahr die Schulpflicht f\u00fcr eine neunj\u00e4hrige \u201eGesamtschule\u201c, die in die gymnasiale Oberschule \u00fcbergeht. <em><span style=\"font-size: 10pt;\">(Link zum <\/span><\/em><a href=\"http:\/\/www.lehrerbildung-medien.de\/bildungssystem-finnland.htm\"><em><span style=\"font-size: 10pt;\">Bildungssystem Finnland)<\/span><\/em><br \/>\n<\/a>Das ist mit dem deutschen differenzierten Schulsystem nicht zu vergleichen, denn dann m\u00fcssten wir direkt eine l\u00e4ngere Grundschulzeit einfordern. Ausserdem werden das Schulsystem und sogar die Lehrpl\u00e4ne in Finnland <strong>\u00fcber eine zentrale Schulbeh\u00f6rde<\/strong> gesteuert.<br \/>\nDas Modell des \u201eGemeinsamen Lernens\u201c einer Sekundarschule beschr\u00e4nkt sich nur auf die Erprobungsstufe 5. und 6. Klasse. Auch mit der Sekundarschule wird eine Trennung nach der vierten Klasse erfolgen: Zwischen den Gymnasien, Marienrealschule und Sekundarschule.<\/p>\n<p><strong>Sekundarschule? Warum jetzt? Warum hier?<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.tresselt.de\/sekundarschule.htm\">Hier\u00a0<\/a>wurden bis M\u00e4rz 2017 die Zahlen der neugegr\u00fcndeten Sekundarschule gesammelt:<br \/>\n<em>\u2022 2012: 42 neue Sekundarschulen gingen an den Start;<\/em><br \/>\n<em>\u2022 2013: 39 neue Sekundarschulen gingen an den Start;<\/em><br \/>\n<em>\u2022 2014: 25 neue Sekundarschulen gingen an den Start;<\/em><br \/>\n<em>\u2022 2015:\u00a0 8 neue\u00a0 Sekundarschulen gingen an den Start;<\/em><br \/>\n<em>\u2022 2016:\u00a0 5 neue\u00a0 Sekundarschulen gingen an den Start;<\/em><br \/>\n<em>\u2022 2017:\u00a0 1 neue\u00a0 Sekundarschule soll noch an den Start gehen.<br \/>\nVon diesen insgesamt 120 Sekundarschulen sind f\u00fcnf mittlerweile in eine Gesamtschule umgewandelt worden, die Umwandlung f\u00fcr f\u00fcnf weitere Schulen in 2017 ist beantragt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Wir fragen uns \u201eWie das?<\/strong><br \/>\nM\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen:<br \/>\n\u2022 Die Eltern akzeptieren die Sekundarschule nicht und schicken ihr Kind lieber auf eine klassische Schulform. Sie bef\u00fcrchten, dass das Bildungsniveau nicht gehalten werden kann. Oder ist ihnen das System zu kompliziert?<br \/>\n\u2022 zuviel Inklusion in den Schulen, die Heterogenit\u00e4t ist nicht gegeben<br \/>\n\u2022 die St\u00e4dte und Gemeinden m\u00f6chten erst die Entscheidung zur \u201eG8\/G9\u201c-Diskussion abwarten, um nicht noch mehr Unruhe in die Schulwelt zu bringen.\u00a0 <em><span style=\"font-size: 10pt;\">(Klicken Sie hier f\u00fcr weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.g9-jetzt-nrw.de\/home.html\">g9-jetzt-nrw.de)<\/a><\/span><\/em><br \/>\nDiese Abstimmung ist nun von der neuen Landesregierung entschieden worden: Bis 2018\/2019 m\u00fcssen die Gymnasien entscheiden, ob sie bei G8 bleiben oder zu G9 zur\u00fcckkehren. Das bedeutet auch: Neuorientierung und Umlernen der Lehrer, Umstrukturierung des gymnasialen Schulalltags etc. = Unruhe im Schulwesen<br \/>\nEs werden also insgesamt alle Schulen au\u00dfer der Marienrealschule mit einer Umbruchstimmung konfrontiert sein. Im n\u00e4chsten Jahr wird die Marienrealschule leider eine wesentlich geringere Sch\u00fclerzahl aufnehmen k\u00f6nnen, da sie bereits in diesem Jahr 4 Klassen gegr\u00fcndet hat. Der Andrang wird enorm sein.<br \/>\nFazit f\u00fcr 2018: Installation einer neuen Schulform, zeitgleich laufen 2 Schulen aus, hohe Anmeldezahlen an der Marienrealschule \u2013 aber geringere Aufnahmekapazit\u00e4t und m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen in den Gymnasien.<\/p>\n<p>In Anbetracht, dass im kommenden Jahr (2018) an 42 Sekundarschulen die ersten Sch\u00fcler entlassen werden, sollte man vern\u00fcnftigerweise erst abwarten, ob diese Schulform den erforderlichen Erfolg bringt. Wie zufrieden sind Ausbildungsbetriebe mit den neuen Entlasssch\u00fclern? Wie viele Sch\u00fcler sind anschlie\u00dfend mit welchem Niveau in die Sekundarstufe II (Gymnasium, Berufskolleg) gewechselt?<br \/>\n2019 haben wir aus weiteren 39 Sekundarschulen dann nochmal zwei komplette Jahrg\u00e4nge zum Vergleich. Macht es nicht Sinn, auf diese belegbaren Daten zu warten, statt verfr\u00fcht zu reagieren?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Die Sekundarschule ist eine Ganztagsschule.<\/strong><br \/>\nDas w\u00fcrde mit dem Neustart der m\u00f6glichen Sekundarschule 2018 f\u00fcr ca. 100 potentielle Hermann-Leeser-Realsch\u00fcler eine verpflichtende Nachmittagsbetreuung bedeuten.\u00a0<strong>Kein Angebot \u2013 nein, ein MUSS.<\/strong><br \/>\nEinige Eltern sind auf eine Betreuung angewiesen, andere k\u00f6nnen oder m\u00f6chten ihr Kind lieber zu Hause betreuen. Auch um selbstbestimmt \u00fcber freie Zeit f\u00fcr Hobbies, Freunde, Arztbesuche, Sport, Musik etc. zu verf\u00fcgen. Manche Kinder erledigen ihre Hausaufgaben lieber allein und in Ruhe und nicht in einer Gemeinschaft mit anderen zusammen.<br \/>\nF\u00fcr die Hauptsch\u00fcler \u00e4ndert sich in dieser Hinsicht nichts, auch, wenn sich dort so manches Elternteil w\u00fcnschen w\u00fcrde, sein Kind zuhause haben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Problem: Abschulung<\/strong> <span style=\"font-size: 10pt;\">(R\u00fcckstufung auf eine angemessenere Schule)<\/span><br \/>\nIn den letzten f\u00fcnf Jahren wurden 97 Realsch\u00fcler (von der Hermann-Leeser- und der Marien-Realschule) auf die Hauptschule zur\u00fcckgestuft.<br \/>\nKnapp 1\/4 davon (27) waren mit einer reinen Hauptschulempfehlung auf der Realschule.<br \/>\n<strong>Im gleichen Zeitraum sind 104 Gymnasiasten<\/strong> vom Gymnasium auf die Realschule zur\u00fcckgestuft worden; \u00fcber die H\u00e4lfte (61) hatten eine reine Gymnasialempfehlung!<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1113 size-large\" src=\"http:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/abschulung-1024x724.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/abschulung-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/abschulung-300x212.jpg 300w, https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/abschulung-768x543.jpg 768w, https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/abschulung.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><br \/>\nMit der Neugr\u00fcndung der Sekundarschule verhindern wir keine R\u00fcckstufungen, denn auf der Marien-Realschule wird es auch noch Sch\u00fcler geben, die das Leistungsniveau nicht halten k\u00f6nnen. Die abgeschulten Gymnasiasten wird es weiterhin geben und so ggf. die Klassengr\u00f6\u00dfen beeinflussen.<\/p>\n<p><strong>Geplant ist eine 6-z\u00fcgige Sekundarschule<\/strong><br \/>\nDas bedeutet: 6 x 25 Sch\u00fcler = maximal 150 Sch\u00fcler pro Jahrgang.<br \/>\nBei sechs Jahrg\u00e4ngen sind es ca. 900 Sch\u00fcler. Die Klassengr\u00f6\u00dfe kann kleiner, kann aber auch in starken Jahrg\u00e4ngen und je nach Andrang gr\u00f6\u00dfer sein.<br \/>\nNoch haben Sie die Wahl zwischen zwei \u00fcberschaubaren Schulen.<br \/>\nDa hilft unter Umst\u00e4nden auch nicht das \u201eMehr\u201c an Schulpersonal.<br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"http:\/\/www.sekundarschule-am-stoppenberg.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=338:rueckmeldung-zur-anmeldung-der-zukuenftigen-klassen-5-fuer-das-schuljahr-2017-2018&amp;catid=8&amp;Itemid=128\">(Worst Case in Essen: Jedes zweites Kind musste abgewiesen werden)<\/a>,<br \/>\n<\/span><a href=\"http:\/\/www.wn.de\/Muensterland\/Kreis-Coesfeld\/Luedinghausen\/2725727-Sekundarschule-Stadt-beantragt-zwei-Ueberhangklassen\"><span style=\"font-size: 10pt;\">L\u00fcdinghausen: Stadt beantragt zwei \u00dcberhangklassen<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong>Mehr Lehrer?<\/strong><br \/>\nWelche Lehrer? Schon heute klagen alle Schulformen dar\u00fcber, dass ihnen Lehrer fehlen. Vor allem f\u00fcr Inklusion und die individuelle F\u00f6rderschiene mangelt es an Sonderp\u00e4dagogen und weitergebildeten Lehrern. Oftmals m\u00fcssen gerade Sonderp\u00e4dagogen an mehreren Schulen aushelfen. Der Arbeitseinsatz eines Lehrers der Sekundarschule ist aufgrund der individuelleren Betreuung jedes einzelnen Sch\u00fclers um Einiges h\u00f6her &#8211; das m\u00fcssen normal eingesetzte Lehrer erst einmal erarbeiten und lernen. Welche Lehrer sind dazu bereit? Behelfen wir uns dann mit Quereinsteigern, eingekauften Honorarkr\u00e4ften oder frischen Lehrer von der Uni (was sicherlich auch als Vorteil gesehen werden kann)?\u00a0 Letztendlich ist eine gute Mischung von erfahrenen Lehrern und Neustartern das A und O einer guten, modernen Schule.<br \/>\nW\u00fcrden wir nun ein bis zwei Jahre warten, h\u00e4tten wir auch hier die M\u00f6glichkeit auf passendes Lehrpersonal zu warten und die Lehrer-Situation zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><strong>Unterricht<\/strong><br \/>\nAu\u00dfer in den Hauptf\u00e4chern (Deutsch, Mathe, Englisch) und den Neigungsf\u00e4chern (Wahlpflichtfach\/4.Hauptfach) erfolgt der Fachunterricht f\u00e4cherverschmelzend als &#8222;Naturwissenschaft&#8220; (Biologie, Chemie, Physik) und &#8222;Gesellschaftswissenschaften&#8220; (Geschichte, Politik, Erdkunde). Der Unterricht erfolgt in diesen Nebenf\u00e4chern m\u00f6glicherweise fachfremd. Das bedeutet z.B. ein Physiklehrer k\u00f6nnte Biologie unterrichten und umgekehrt. Wissensl\u00fccken sind vorprogrammiert.<\/p>\n<p><strong>Klassenst\u00e4rke<\/strong><br \/>\nSchon heute haben wir Klassenst\u00e4rken zwischen 25 und 29 Sch\u00fclern.<br \/>\nInklusionsklassen an der Realschule sind nochmals kleiner mit 20 bis max. 25 Sch\u00fclern und haben zudem einen zweiten Klassenlehrer\/Sonderp\u00e4dagogen, die (an der Hermann-Leeser-Realschule) durchg\u00e4ngig bis zur 10.Klasse seine Klasse betreuen. Laut neuerster Prognose der Stadt wird der erste Jahrgang mit m\u00f6glichen 157 Sch\u00fclern in 6 Klassen starten. In allen (!!) Klassen wird Inklusion gemacht und hier ist die Sch\u00fclerzahl nicht auf 25 begrenzt! Inklusion und Unterst\u00fctzung der Fl\u00fcchtlingskinder in gro\u00dfen, 25 plus Klassen ohne ausreichendes Lehrpersonal &#8230; sind wir hier die Einzigen, die sich dar\u00fcber Sorgen machen?<\/p>\n<p><strong>Fl\u00fcchtlingskinder<\/strong><br \/>\nWie passt diese Gruppe an schulpflichtigen Kindern in die &#8222;Rechnung&#8220;?<br \/>\nAktuell werden sie in der Kardinal-von-Galen-Hauptschule und auch auf der Hermann-Leeser-Realschule integriert und beschult. Einige sind auch auf dem Clemens-Brentano-Gymnasium.<br \/>\nAuch diese Eltern erhalten den Fragebogen erhalten? Werden sie ihn verstehen? Wir haben Ihnen <a href=\"http:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=980\">hier<\/a> eine kleine Hilfestellung formuliert.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsames Lernen in heterogenen<\/strong>*\u00b2<strong> Klassen<\/strong><br \/>\nIn beiden Schulen gibt es die Erprobungsstufe (5. und 6. Klasse) und alle Kinder bekommen mitunter individuell differenziertes Arbeitsmaterial. Erst danach wird nach Abw\u00e4gen des Lernerfolgs \u00fcber die weitere Laufbahn ggf. gemeinsam mit dem Kind und den Eltern entschieden. Das f\u00e4llt keinem Lehrer leicht!<\/p>\n<p>Vor allem in der Hermann-Leeser-Schule finden sich Sch\u00fcler mit eingeschr\u00e4nkter Gymnasialempfehlung wieder, die kein \u201eTurbo-Abi\u201c wollen, als auch Hauptsch\u00fcler. Die Klassen profitieren von dieser Mischung. Die leistungstarken Sch\u00fclern k\u00f6nnen einen Unterricht \u201emittragen\u201c und schw\u00e4cheren helfen. Ebenso wie sie in ihrer sozialen Kompetenz gest\u00e4rkt werden. In Gruppenarbeiten wird jeder gefordert. Miteinander lernen und helfen wird in den Klassen gro\u00df geschrieben auch ohne Sekundarschule und auch schon heute.<\/p>\n<p>Wir bef\u00fcrchten, dass diese leistungsstarken Sch\u00fcler in der Sekundarschule auf Dauer fehlen werden und der Unterricht auf ein \u201eMittelma\u00df\u201c zusammenschrumpft. Mit zwei bzw. drei Gymnasien vor Ort, einer bisch\u00f6flichen Realschule und einer R\u00fcckkehr zum Abitur nach 13 Jahren werden diese Sch\u00fcler die Sekundarschule wom\u00f6glich nur noch als dritte Wahl anerkennen. Folge w\u00e4re ein Absinken des Bildungsniveaus der mittleren Sch\u00fcler. Die Heterogenit\u00e4t ist damit nicht gegeben.<\/p>\n<p>Auch auf der Hauptschule profitieren die Klassen von der Vermischung guter und schw\u00e4cherer Hauptsch\u00fcler, ebenso von R\u00fcckgestuften, die anf\u00e4nglich von dem Gelernten aus der Realschule profitieren und wieder zur\u00fcckfinden zum Spa\u00df an Schule, weil sie dort endlich nach ihrem Lerntempo lernen k\u00f6nnen, ohne \u00fcberfordert zu sein.<\/p>\n<p><strong>Inklusion<br \/>\n<\/strong>Findet in <span style=\"text-decoration: underline;\">allen<\/span> Sekundarklassen statt und sie ist nicht wie z.B. auf der Realschule auf 25 Sch\u00fclern pro Klasse begrenzt &#8211; siehe Grundschulen! Bei einer Anzahl \u00fcber 25 Sch\u00fclern z\u00e4hlt jeder \u00fcberz\u00e4hlige Sch\u00fcler doppelt.<\/p>\n<p><strong>Teilintegriertes Konzept<\/strong><br \/>\nIn der Diskussion steht ein teilintegriertes Konzept, was bedeutet, dass ab Klasse 7 die Sch\u00fcler je nach Leistungsverm\u00f6gen in den 3 Hauptf\u00e4chern Deutsch, Mathe, Englisch in E- und G-Kurse aufgeteilt werden. Der Klassenverband bleibt bestehen. \u00c4hnlich, wie es jetzt schon in der Hauptschule praktiziert wird.\u00a0Ab Klasse 7 wird ein zus\u00e4tzliches Wahlpflichtfach gew\u00e4hlt, welches man bereits in der 6. Klasse als 4.Hauptfach gew\u00e4hlt hat.<br \/>\nDas bedeutet, eine Klasse spaltet sich zeitweise ab Klasse 7 in den Hauptf\u00e4chern und zus\u00e4tzlich in den Wahlpflichtf\u00e4chern. Wo bleibt das versprochene \u201egemeinsame Lernen\u201c? Der Wechsel zwischen den E- und G-Kursen erfolgt nach Beratung am Ende des Schuljahres. Ab Klasse 8 wird eine weitere Fremdsprache angeboten. Erst in Klasse 9 wei\u00df man, welchen Abschluss man erreichen kann. Je nach dem, wie viele E- und G-Kurse man besucht hat und wie erfolgreich diese Kurse waren (Noten), wird einem ab der 9.Klasse gesagt, ob man einen Hauptschulabschluss, einen Mittleren Abschluss (FOS*) oder einen Mittleren Abschluss mit Q-Vermerk erlangen kann.<br \/>\nUm auf die individuelle Leistungen, Interessen und Begabungen eingehen zu k\u00f6nnen, ist dieses differenzierende System notwendig.<br \/>\nFolglich muss man ab der 7. Klasse seine Leistungen kontrollieren, um den Anschluss nicht zu verpassen, andernfalls erlangt man nicht den gew\u00fcnschten Abschluss. (Hauptsch\u00fcler kennen das System) <a href=\"http:\/\/www.ge-siegburg.de\/downloads\/abschluesse_gesamtschule.pdf\">Welcher Abschluss, wenn &#8230;<\/a><br \/>\n\u2022 <strong>Abschl\u00fcsse auf der Hauptschule:<\/strong> mindestens Hauptschulabschluss (10a), bei ausreichend E-Kurse und Noten: Mittlerer Abschluss (10b), wom\u00f6glich mit der Qualifikation zur gymnasialen Oberstufe &#8211; der Weg zum Abitur!<br \/>\n\u2022 <strong>Abschl\u00fcsse auf der Realschule:<\/strong> FOS*, m\u00f6glicherweise sogar mit Qualifikationsvermerk und bei unzureichender Leistung: Hauptschulabschluss.<br \/>\n\u2022 <strong>Abschl\u00fcsse auf der Sekundarschule:<\/strong> Hauptschulabschluss, FOS*, FOS* mit Q-Vermerk<br \/>\nDa tut sich nichts, nur der Weg ist komplizierter. Der eigentliche \u201eHautpschulabschluss\u201c, der einem unter Umst\u00e4nden Probleme bei der Ausbildungssuche bereiten kann, wird nicht abgeschafft, dieser ist ein gesetzlich vorgegebener Schulabschluss.<\/p>\n<p><strong>Kein Sitzenbleiben bis zur 9. Klasse<\/strong><br \/>\n\u201eEin Schrecken ohne Ende\u201c oder \u201eEin Ende mit Schrecken\u201c?<br \/>\n\u201eNeue Chance, neuer Beginn\u201c oder \u201eals gescheitert beschimpft\u201c?<br \/>\nDie Sekundarschule verspricht kein Sitzenbleiben bis zur 9. Klasse, eine Wiederholung kann beantragt werden. Bei unzureichender Leistung gibt es Unterst\u00fctzung &#8211; muss es ja, denn es gibt keine &#8222;niedrigere&#8220; Schulform mehr.<br \/>\nNimmt ein Sch\u00fcler die Unterst\u00fctzung nicht an &#8230; er kann ja nicht sitzenbleiben &#8230; was dann? Durchh\u00e4nger gibt es in der Schullaufbahn immer, manchmal reicht ein &#8222;Tritt in den Hintern&#8220;, manchmal muss es mehr sein. Auf der Sekundarschule fehlt in gewisser Weise dieser &#8222;Druck&#8220;, um wieder &#8222;in die G\u00e4nge zu kommen&#8220;. So ist man in dieser Schule \u201egefangen\u201c: Lehrer, Klassenkameraden etc. bleiben die gleichen. Als lernschw\u00e4cherer Sch\u00fcler schauen die anderen weiterhin auf einen herab. Ein Schulwechsel kann auch nach dem ersten Schrecken ein Neubeginn sein: Neue Schule, neue Lehrer, neue Klassenkameraden, neue Chancen. Nat\u00fcrlich kann man auch von einer Sekundarschule auf eine ortsnahe Hauptschule wechseln, wenn man keine andere M\u00f6glichkeit mehr sieht.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4\u00dfliche Vergleichsstudien<\/strong><br \/>\nUm eine neue Schulform zu unterst\u00fctzen, sollte es verl\u00e4\u00dfliche Vergleichsstudien geben. Da es seit 2012 die Sekundarschule gibt, sollte es von mindestens zwei Jahrg\u00e4ngen Lernstandserhebungen der 8. Klasse geben. Anhand dieser Belege kann man beurteilen, ob diese neue Schulform Zukunft hat, wenn man sie mit den Lernstandserhebungen anderer Real- und Hauptschulen vergleicht. Ab dem n\u00e4chsten Jahr haben wir auch komplette Abschlussjahrg\u00e4nge. Warum k\u00f6nnen wir nicht so lange warten, bis wir diese verl\u00e4\u00dflichen Daten haben? Aktuell werden diese Daten nur unter &#8222;Schulen des gemeinsamen Lernens&#8220; gemeinsam mit der Gesamtschule aufgef\u00fchrt &#8211; ein Vergleich ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Last but not least: Alles auf RESET<\/strong><br \/>\nDie Sekundarschule bedeutet: Neue Schulleitung, neue Lehrer, neues Konzept.<br \/>\nUnd das alles muss sich erst finden, sich organisieren, angefangen von den Schulb\u00fcchern \u00fcber Lernmaterial bis hin zum eigentlichen Konzept der Schule. Denn nicht jede Sekundarschule ist mit einer anderen vergleichbar. Was anderswo gut funktioniert, muss hier nicht genauso gut funktionieren. Jede Schule bestimmt f\u00fcr sich einen oder mehrere Schwerpunkte.<br \/>\nAlle Sekundarschulen haben das gleiche Grundger\u00fcst, aber das eigentliche Konzept \u2013 das Herz der Schule \u2013 entsteht erst mit der Schulleitung, dem Kollegium, den Eltern und der Sch\u00fclerschaft.<br \/>\nEs gibt immer noch keine festen Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr die Sekundarschule! Wie kann das sein? Die Sekundarschulen orientieren sich an denen der Gesamtschulen.\u00a0 Zweifelt das Schulministerium noch an der Durchsetzbarkeit dieser neuen Schulform?<\/p>\n<p><strong>&#8222;Die Sekundarschulen haben keine Zukunft&#8220;<\/strong><br \/>\nLaut Philologenverband fehlt es ihr an Akzeptanz, egal wie gut sie an manchen Orten l\u00e4uft. Auch wenn hier f\u00fcr eine Erreichbarkeit des Abiturs durch Kooperation mit den Gymnasien oder dem Berufskolleg geworben wird, so m\u00fcssen die Sch\u00fcler nach der 10.Klasse doch die Schule wechseln. Ebenso wie nach der 10 an der Hauptschule oder der Realschule! Gerade Realschulen in erreichbarer N\u00e4he neben Sekundarschulen finden gro\u00dfen Zuspruch. (z.B. Coesfeld, Ahaus) W\u00e4hrend kleinere Sekundarschulen um Sch\u00fcler werben m\u00fcssen, weil bei ihnen zuviel Inklusion gemacht wird. In Ascheberg z.B. haben 80% der Grundsch\u00fcler eine (ggf. eingeschr\u00e4nkte) Gymnasialempfehlung, um Chancen am Gymnasium oder der Gesamtschule zu haben. Notfalls wird mit Nachhilfe das Ziel erreicht. Hauptsache man muss nicht in den gro\u00dfen &#8222;Eintopf&#8220; Sekundarschule.<\/p>\n<p><strong>Darum:<\/strong><br \/>\nInformieren Sie sich, tauschen Sie sich aus und w\u00e4gen Sie ab!<br \/>\nBeim <a href=\"http:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=1079\">B\u00fcrgerentscheid 1.10.2017<\/a> entscheiden nun alle D\u00fclmener B\u00fcrger \u00fcber die Frage &#8222;<strong>Soll in D\u00fclmen KEINE Sekundarschule eingerichtet werden?&#8220;<\/strong> <strong>Wir stimmen mit &#8222;Ja&#8220;<\/strong>, denn wir stimmen dem zu &#8211; es soll keine Sekundarschule eingerichtet werden. Denn wird sie beschlossen, gibt es kein Zur\u00fcck mehr!<br \/>\n<strong>Bleiben die beiden Schulen bestehen, so haben wir immer noch die M\u00f6glichkeit, das Dortige zu ver\u00e4ndern und zu verbessern.<\/strong><\/p>\n<p>Wir wissen, dass viele Hauptsch\u00fcler und deren Eltern den Stempel der \u201eHauptschule\u201c gerne ablegen wollen.<br \/>\nWir wissen auch, dass viele Grundsch\u00fcler sich sch\u00e4men, dass sie auf die Hauptschule gehen m\u00fcssen. Es gibt auch welche, die freuen sich, endlich auf eine Schule zu kommen, wo sie die Chance haben, eine gute Note zu schreiben. Fragt man hingegen die h\u00f6heren Klassen, so entsteht dort ein anderes Bewu\u00dftsein, viele sagen: \u201eEs gef\u00e4llt mir hier gut. La\u00dft es doch bitte so, wie es ist\u201c. Die s\u00e4mtliche Arbeit, die die Hauptschullehrer bisher investiert haben, werden mit einem \u201eJa\u201c zur Sekundarschule in Frage gestellt. Motivation sieht anders aus.<br \/>\nWir w\u00fcnschen uns, dass die Kardinal-von-Galen-Hauptschule eine Aufwertung erf\u00e4hrt. Dass sie akzeptiert und ihre Arbeit gewertsch\u00e4tzt wird. Dass Probleme angesprochen und gel\u00f6st werden. Dass man nicht besch\u00e4mt, sondern mit einem gewissen Stolz sagen kann: \u201eIch gehe zur Kaddi.\u201c<\/p>\n<p>Eine Imagekampagne w\u00fcrde zumindest hier in D\u00fclmen den Makel dieser Schulform vergessen lassen. Vielleicht auch eine Namens\u00e4nderung, eine Neuorientierung ihres K\u00f6nnens, Teilnahme an Schulwettbewerben, zeigen, was man hat und wof\u00fcr man steht. Grundschulkinder sind schon heute begeistert von den M\u00f6glichkeiten in dieser Schule, aber viele Eltern wollen es nicht wahrhaben. Dabei haben gerade hier in D\u00fclmen viele Hauptsch\u00fcler die M\u00f6glichkeit, gut weiterzukommen, in welche Richtung auch immer.<\/p>\n<p>Aber daf\u00fcr das Schild \u201eSekundarschule\u201c \u00fcber zwei Schuleing\u00e4nge zu h\u00e4ngen, kann und darf nicht die teure L\u00f6sung sein.<\/p>\n<p>Wenn Sie selber Fragen haben oder uns zu einen gem\u00fctlichen und ungezwungenen Elternstammtisch einladen wollen, dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. <a href=\"mailto:Kontakt@hauptsache-realbleiben.de\">Kontakt@hauptsache-realbleiben.de<\/a><\/p>\n<div><span style=\"font-size: 10pt;\"><em>*FOS: Fachoberschulreife, Mittlerer Abschluss nach Klasse 10<br \/>\n*\u00b2heterogen: uneinheitlich, aus Ungleichartigem zusammengesetzt (Wikipedia)<br \/>\n<\/em><\/span><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbild Skandinavien In Skandinavien gibt es \u201eVorschulen\u201c\u00a0 und mit dem siebten Lebensjahr die Schulpflicht f\u00fcr eine neunj\u00e4hrige \u201eGesamtschule\u201c, die in die gymnasiale Oberschule \u00fcbergeht. (Link zum Bildungssystem Finnland) Das ist mit dem deutschen differenzierten Schulsystem nicht zu vergleichen, denn dann m\u00fcssten wir direkt eine l\u00e4ngere Grundschulzeit einfordern. Ausserdem werden das Schulsystem und sogar die Lehrpl\u00e4ne &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=466\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUnsere Argumente\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-466","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=466"}],"version-history":[{"count":50,"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/466\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1130,"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/466\/revisions\/1130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}