{"id":1070,"date":"2017-07-14T20:47:35","date_gmt":"2017-07-14T19:47:35","guid":{"rendered":"http:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=1070"},"modified":"2017-07-14T20:52:54","modified_gmt":"2017-07-14T19:52:54","slug":"das-bildungsdilemma","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hauptsache-realbleiben.de\/?page_id=1070","title":{"rendered":"Das Bildungsdilemma"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Das Bildungsdilemma &#8211; und welche Gedanken wir uns dar\u00fcber gemacht haben<br \/>\n<\/b><\/span><span lang=\"en-US\"><b> (&#8230; und nicht nur wir)<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Der Pisa-Effekt<br \/>\n<\/b><\/span>Eine gute Schulausbildung ist dank <span lang=\"en-US\">&#8222;<\/span>Pisa<span lang=\"en-US\">&#8222;<\/span> unumg\u00e4nglich mit Finnland verbunden. <b>In Finnland <\/b>haben die Kinderg\u00e4rten einen <b>sehr hohen Qualit\u00e4tsstandard<\/b>. Nach dem Besuch der <b>Vorschule<\/b> sind viele Kinder bereits auf <b>einem Leistungsniveau<\/b> und werden mit <b>7 Jahren<\/b> <b>ALLE<\/b> in einer Gemeinschaftsschule<b> <\/b>beschult. Mit <b>hervorragend ausgebildeten Lehrern<\/b> wird in kleinen Klassen differenziert unterrichtet. Mittlerweile l\u00e4sst der Erfolg der Finnen nach. Warum? Weil die Finnen vor Pisa noch anders unterrichtet haben und die positiven Effekte hieraus noch im ersten Pisa-Test zu sp\u00fcren waren<span lang=\"en-US\">.<\/span> <span lang=\"en-US\">Mehr dazu unter <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article143637971\/Finnlands-Pisa-Wunder-entpuppt-sich-als-Irrtum.html\">Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/11\/finnland-bildung-schulen-pisa-studie-schueler\">Ende des Bildungswunders<\/a><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Die<\/span> <span style=\"color: #000000;\">Jugendarbeitslosigkeit ist in Finnland trotz besserer Bildung h\u00f6her als in Deutschland!<\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">Das Modell der dualen Berufsausbildung ist zum deutschen Exportschlager<\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">geworden! Dazu sehen Sie bitte auch unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-05\/duale-ausbildung-deutschland-azubi-mangel\">Die Azubis werden knapp<\/a> und ganz lokal auch unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.radiokiepenkerl.de\/index.php?id=1232&amp;L=2&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=38777&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;cHash=18e832827746062461f6241dc9a7477e\">Immer mehr Betriebe k\u00f6nnen Lehrstellen nicht besetzen<\/a>\u00a0 die weitergehenden Informationen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Bildung in der Krippe \/ in der Kita \/ im Kindergarten<br \/>\n<\/b><\/span>Wenn wir etwas \u00e4ndern wollen, k\u00f6nnen Eltern schon mit der Geburt ihres Kindes damit anfange<span lang=\"en-US\">n. <\/span><b>\u201eDer Bildungsfaktor Nr. 1 ist die FAMILIE\u201c<\/b>, sagt Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bildungswissenschaften Universit\u00e4t Bonn). Ein Baby scheint bis zum Kindergartenalter deshalb am besten bei seinen Eltern, Gro\u00dfeltern oder anderen festen Bezugspersonen aufgehoben, mit dem es viel Zeit verbringt und ganz nebenbei wichtiges Basiswissen erlernt. <span lang=\"en-US\">&#8222;<\/span>In einer Kinderkrippe ist es durch Teilzeitarbeit und <span style=\"color: #000000;\">unterschiedlichen <\/span>Schichten schwierig<span lang=\"en-US\">,<\/span> m\u00f6glichst wenige, feste Bezugspersonen f\u00fcr ein Kind bereitzustellen.\u201c, laut <span lang=\"en-US\">Dr. Martin R. <\/span>Textor<span lang=\"en-US\">, Autor, Publizist und P\u00e4dagoge, W\u00fcrzburg.<\/span> Von politischer Seite wird mit Hochdruck am Kita-Ausbau gearbeitet. Leider nur in Sachen Quantit\u00e4t. Die Qualit\u00e4t l\u00e4sst noch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, was nicht an den Erziehern und Erzieherinnen liegt. Es sind einfach zu viele Kinder pro Betreuungsperson<span style=\"color: #000000;\">. Bitte nicht missverstehen: Keiner<\/span> von uns m\u00f6chte damit die M\u00fctter wieder an den Herd holen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir m\u00f6chten, dass Erzieher und Erzieherinnen mehr Unterst\u00fctzung bekommen in Form von Weiterbildungen, Entb\u00fcrokratisierung und Investitionen in die Personaldecke sowie <span lang=\"en-US\">Erleichterungen in der <\/span>Dokumentation (<span lang=\"en-US\">z. B. <\/span>digitale Akte \u00fcber Sprechfunktion, Datenbrillen, etc.), damit sie mehr Zeit f\u00fcr ihre eigentliche T\u00e4tigkeit haben und damit wesentlich zur Bildung der Kinder beitragen k\u00f6nnen. Musische Einheiten k\u00f6nnten \u00fcber Musikschulen abgedeckt werden und Lesepaten k\u00f6nnten sicher \u00fcber Gro\u00dfeltern, Schulkinder oder den Lesekreis der Familienbildungsst\u00e4tte gewonnen werden. Dies w\u00fcrde den Wortschatz vieler Kinder erweitern und die Lesekompetenz und den Spa\u00df am Lesen erh\u00f6hen. Mathematik kann durch mehr Zeit der Erzieher\/-innen in den Alltag spielerisch integriert werden. Fl\u00fcchtlingskinder sollten so fr\u00fch wie m\u00f6glich in den Kindergarten bzw. die Krippe. Das Erlernen der Sprache ist dann viel einfacher<span style=\"color: #000000;\">. Voraussetzung daf\u00fcr ist aber ausreichendes Personal.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Bildung in der Vorschule<br \/>\n<\/b><\/span>Die Vorschule haben wir abgeschafft. Warum eigentlich? Statt schulunreife Kinder zu fr\u00fch in die Schule zu schicken, w\u00e4ren sie in einer vorbereitenden kleinen Gruppe besser aufgehoben, um soziale und Bildungsdifferenzen aufzuarbeiten.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Bildung in der Grundschule<br \/>\n<\/b><\/span><span style=\"color: #00000a;\">F\u00fcr Grundschullehrer ist es schwer<\/span><span style=\"color: #00000a;\"><span lang=\"en-US\">, <\/span><\/span><span style=\"color: #00000a;\">Inklusion, Integration und starke Unterschiede im Leistungsniveau unter einen Hut zu bringen. An Personal fehlt es an allen Ecken und Kanten. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Wir w\u00fcrden uns w\u00fcnschen, dass das \u201eSchreiben nach Geh\u00f6r\u201c nur zum ersten Schreibanreiz genutzt wird, aber fr\u00fchzeitig in die richtige Schreibweise herangef\u00fchrt wird. Je fr\u00fcher Kinder diese Regeln kennenlernen und anwenden, desto h\u00f6her die Chance auf die richtige Rechtschreibung. So w\u00fcrde an den Grundschule zumindest im Fach Deutsch mehr Basiswissen vermittelt, ohne mehr Personal zu ben\u00f6tigen (die Lehrer an den weiterf\u00fchrenden Schulen w\u00fcrden dadurch ebenfalls entlastet). F\u00fcr fremdsprachige Sch\u00fcler ben\u00f6tigen die Lehrer dringend Unterst\u00fctzung. Gibt es Dolmetscher, die gegen Bezahlung einspringen k\u00f6nnten oder vielleicht \u00e4ltere Sch\u00fcler und Studenten aus anderen L\u00e4ndern,<\/span><span style=\"color: #00000a;\"> die in Deutschland ein Auslandjahr machen, bzw. studieren und die notwendigen Sprachkenntnisse haben? Dazu m\u00fcsste man ggf. die Unis und die zust\u00e4ndigen Organisationen ansprechen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #00000a;\">Der Lehrerjob muss attraktiver werden, vor allem sollte er finanziell angepasst sein, damit in kleineren Klassen unterrichtet werden kann. <\/span><span lang=\"en-US\">Die verschiedene Berufsverb\u00e4nde f\u00fcr Lehrer (Philologenverband NRW, lehrerNRW, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften usw.) tun ihr M\u00f6glichstes, um die Qualit\u00e4t der Ausbildung und die Arbeitsbedingungen f\u00fcr Lehrt\u00e4tige zu verbessern. Aber das allein reicht nicht aus, die Politik ist wiederum gefragt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #00000a;\">Gegen Mitte der Klasse 4 sprechen die Lehrer f\u00fcr jeden einzelnen Sch\u00fcler eine Empfehlung f\u00fcr die weiterf\u00fchrenden Schulen aus. Diese enth\u00e4lt lediglich eine <\/span><span style=\"color: #00000a;\"><b>Zeitpunkt<\/b><\/span><span style=\"color: #00000a;\">betrachtung und entscheidet <\/span><span style=\"color: #00000a;\"><b>nicht<\/b><\/span><span style=\"color: #00000a;\"> \u00fcber den Rest des Lebens. Wir haben ein absolut durchl\u00e4ssiges Schulsystem, das jedem einzelnen gerecht wird, wenn man bereit ist, sein Kind auch auf die jeweilige Schule zu schicken. Eltern tun gut daran, sich an die Empfehlungen der Grundschullehrer zu halten und Vertrauen in <\/span><span style=\"color: #000000;\">deren Kenntnisse und Erfahrungen zu setzen. Ein Satz, den wir in den letzten Monaten unserer T\u00e4tigkeit sehr oft geh\u00f6rt und gelesen haben. Wir sehen, dass die D\u00fclmener Eltern, durch die zahlreichen Leserbriefe und Diskussionen zu diesem Thema, mittlerweile nachdenklicher geworden sind und f\u00fcr ein Umdenken bereit sein k\u00f6nnten. Kinder, die auf einer Schule sind, auf der sie leistungstechnisch gut mitkommen, sind motivierter, als Kinder, die Probleme haben, dem Lernstoff zu folgen, oder die von au\u00dfen dazu angetrieben werden, dass sie \u201edran\u201c bleiben m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">Was hingegen gro\u00dfen Einfluss auf den Rest des Lebens hat, ist nach wie vor die Herkunft\/das Elternhaus. Kommen Kinder aus \u00e4rmeren bzw. bildungsfernen Elternh\u00e4usern, ist es aktuell so, dass es nur wenige gibt, die den Sprung nach \u201coben\u201d schaffen. Chancengleichheit ist nur \u00fcber fr\u00fchzeitige Bildung in den Krippen und Kitas zu erreichen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Bildung auf den weiterf\u00fchrenden Schulen<br \/>\n<\/b><\/span>Beim Wechsel von der Grundschule auf die weiterf\u00fchrenden Schulen entscheiden sich immer weniger Eltern daf\u00fcr, ihr Kind auf die Hauptschule oder die Realschule zu schicken. Nach Ablauf der Erprobungsstufe wird schon deutlich, dass die getroffene Entscheidung f\u00fcr einige Kinder nicht richtig war. In D\u00fclmen haben in den letzten 5 Jahren 104 Gymnasiasten auf die Realschule und 97 Realsch\u00fcler auf die Hauptschule gewechselt. Dieser Trend ist nicht nur in D\u00fclmen anzutreffen. Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung scheint in der Abschaffung des Elternwillens bei der Schulwahl zu liegen<span lang=\"en-US\"> (geht das rechtlich \u00fcberhaupt?)<\/span>. Dadurch \u00e4ndert sich aber nicht die Einstellung der Gesellschaft. Einige St\u00e4dte <span style=\"color: #000000;\">und Gemeinden versuchen das Problem mittels der Sekundarschule zu umgehen. In Deutschland werden mit den Sekundarschulen nur Teile des Konzepts des l\u00e4ngeren gemeinsamen Lernens, wie es in Finnland gelebt wird, kopiert. Damit haben wir in vielen Gemeinden auch nur m\u00e4\u00dfig Erfolg. Die NRW-Landtagswahlen haben deutlich gezeigt, wie unzufrieden man mit der Bildungspolitik ist. Bei einer ganzen Reihe dieser Schulen sinken die Anmeldezahlen schon nach kurzer Zeit (wie z.B. in Legden, Ascheberg, M\u00fcnster-Roxel, Rheine, \u2026), w\u00e4hrend die n\u00e4chstgelegenen Gesamt- oder Realschulen wachsen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Der Sekundarschule fehlt, wie auch der Hauptschule, die Akzeptanz in der Gesellschaft, weil hier nicht alle Kinder aller Schulformen (wie z.B. in der Gesamtschule) gemeinsam lernen, sondern \u00fcberwiegend Haupt- und Realsch\u00fcler. Eltern weichen dann lieber zu einem erreichbaren Gymnasium, einer Realschule oder einer Gesamtschule aus. Mit 3 Gymnasien und einer Realschule w\u00e4re die Konkurrenz bei uns in D\u00fclmen sehr gro\u00df. M\u00f6glicherweise wird die Wiedereinf\u00fchrung von G9 dies teilweise noch verst\u00e4rken. D\u00fclmen hatte sich zun\u00e4chst entschieden, in die Hauptschule zu investieren. Leider blieb diese Investition erfolglos, weil<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">, unser<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">er Meinung nach, nicht gleichzeitig daran gearbeitet wurde, die Wertvorstellungen der D\u00fclmener wieder in eine Balance zu bekommen und eine bildungstechnische Qualit\u00e4tsverbesserung in der Primarstufe ausblieb. Nichtsdestotrotz startet auch dieses Jahr (SJ 2017\/2018) die Hauptschule mit zwei Eingangsklassen, was beweist, dass sie immer noch gebraucht wird. Wir k\u00f6nnen nicht erst an den weiterf\u00fchrenden Schulen mit einer Qualit\u00e4tsverbesserung anfangen. Das muss viel fr\u00fcher geschehen, damit sich eine Bildungszufriedenheit einstellen kann, die Ruhe in unsere Schulen bringt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Durch die Einf\u00fchrung der Sekundarschule haben diverse St\u00e4dte und Gemeinden nur kurzfristig das Problem mit den sinkenden Anmeldezahlen an den Hauptschulen gel\u00f6st, denn das eigentliche Problem ist geblieben. Nur wer Abi macht<span lang=\"en-US\">,<\/span> ist anerkannt und Handwerker m\u00f6chte anscheinend keiner mehr werden<span style=\"color: #00000a;\">. Sp\u00e4testens nach der Ausbildung geht es <\/span><span style=\"color: #00000a;\">weiter zur Schule und zum Studium. Dabei werden viele nicht den Beruf ergreifen, in dem sie gl\u00fccklich werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Noch nie haben so viele Kinder wie heute das Gymnasium besucht und immer mehr schaffen einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Stichwort \u201eNoten-Inflation\u201c. Sind die Kinder alle so viel schlauer als wir fr\u00fcher? Warum sind die Studienabbrecherquoten dann so hoch? Die aufgebauten \u201eLebensl\u00fcgen\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">, <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">wie Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bildungswissenschaften Universit\u00e4t Bonn) dies auf dem\u00a0<\/span><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.wn.de\/Muensterland\/Kreis-Coesfeld\/Nottuln\/2854864-2.-Nottulner-Bildungsforum-Schulsystem-stets-umstritten\"> 2. Nottulner Bildungsforum: &#8222;\u201eZwischen \u00dcber- und Unterfordung \u2013 wird unser Bildungssystem seinen Aufgaben gerecht?\u201c <\/a> nannte, werden jetzt erst erkannt. Tr\u00e4ume zerplatzen. Das Schlimmste ist aber, unserer Meinung nach, dass das Zeugnis auch dem Kind selbst scheinbar keine Orientierungshilfe mehr bietet, um sich selbst einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Wie die Westf\u00e4lischen Nachrichten berichteten, meinte Peter Silbernagel (Vorsitzender des Philologenverbandes NRW) auf dem 2. Nottulner Bildungsforum, einerseits werde \u201eeine Schule f\u00fcr alle\u201c gefordert, damit Bildungschancen unabh\u00e4ngig von der sozialen Herkunft entstehen. Andererseits m\u00f6chte man ein differenziertes System, das sich an Eignung, Neigung und Bef\u00e4higung orientiert. Silbernagel glaubt, dass das Schulsystem \u00fcberfordert w\u00e4re, wenn es unter ideologischen Vorzeichen ver\u00e4ndert w\u00fcrde. Seiner Meinung nach wird beim Versuch die Schulprofile einzuebnen genau das Gegenteil passieren \u2013 n\u00e4mlich eine Unterforderung (wie zum Beispiel bei der Erm\u00f6glichung s\u00e4mtlicher Bildungsabschl\u00fcsse am Gymnasium oder bei Auslegung der individuellen F\u00f6rderung so, dass jedes Kind dasselbe Niveau erreicht.) \u201eDas ist Qualit\u00e4tsminderung\u201c, so Peter Silbernagel in seinem Vortrag.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"en-US\"><b>Digitaler Unterricht<br \/>\n<\/b><\/span><\/span>In Kindergarten und Grundschule sollten<span lang=\"en-US\"> unsere Kinder<\/span> singen, sprechen, lesen, rechnen, schreiben, werken, basteln, zeichnen, essen, lachen, tanzen, streiten, vertragen, bewegen und spielen, spielen, spielen auf dem Plan stehen und das letztere m\u00f6glichst ohne digitale Medien. So wird eine sehr gute Grundlage geschaffen. <span style=\"color: #000000;\">Digitale Medien k\u00f6nnten allerh\u00f6chstens begleitend erscheinen, aber nicht inhaltliche Themen. Das hat noch Zeit bis zur Grundschule. <\/span><i> <\/i><span style=\"color: #000000;\">Wenn in weiterf\u00fchrenden Schulen digitale Medien zum Einsatz kommen, muss auch die Infrastruktur vorhanden sein: geschultes Personal, ausreichende Hard- und Software und die digitale Peripherie. Nichts ist st\u00f6render als veraltete Ger\u00e4te und Lehrer, die sich damit nicht auskennen. Dank vieler lernunterst\u00fctzender Software bieten digitale Medien spielerisch Zugang zu Wissen. Das Lernen f\u00e4llt den Kindern leichter, weil sie mehr Spa\u00df am Unterricht haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Was k\u00f6nnen wir tun???<br \/>\n<\/b><\/span>Sollten die Gymnasien in D\u00fclmen zu G9 zur\u00fcckkehren, h\u00e4tte dies Auswirkungen auf die Schulentwicklungszahlen und dementsprechend auch auf die Sekundarschule.<i> <\/i> Wir w\u00fcrden uns w\u00fcnschen, dass<span lang=\"en-US\"> die<\/span> R\u00fcckkehr zu G9 bei der Entscheidung zur Sekundarschule abgewartet wird <span style=\"color: #008000;\">&#8211; <\/span><span style=\"color: #000000;\">auch um eine gewissen Ruhe in unseren Schulen zu erhalten. A<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">us kommunaler Position heraus sollte <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">das Gespr\u00e4ch mit der Bezirksregierung gesucht werden, sollte die Hauptschule irgendwann keine ausreichenden Anmeldungen mehr haben<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">,<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0 sie nicht sofort als auslaufend gestellt wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Des Weiteren w\u00fcrden wir uns Impulse von au\u00dfen w\u00fcnschen<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">, die insbesondere Eltern zum Umdenken anregen und sensibilisieren. Ein Bildun<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">gsforum, wie in Nottuln<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">,<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> k\u00f6nnte ein solcher Impuls sein, um Eltern umfassend zu informieren &#8211; auch in Bezug auf die Entscheidung zu den weiterf\u00fchrenden<\/span> <span style=\"color: #000000;\">Schulen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Eine weitere Idee ist die Einf\u00fchrung eines Leitbilds f\u00fcr unsere Stadt, wie es in Unternehmen oft \u00fcblich ist. Mit Hilfe von Tageszeitung, Fernsehen, Radio, Prospekten und Aktionen (D\u00fclmener Sommer) sollten alle D\u00fclmener zu erreichen sein. Es muss deutlich werden, dass hier bei uns jeder Mensch <span style=\"color: #000000;\">gleich viel Wert ist<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\"> und dass wir alle <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">unterschiedlichste St\u00e4rken haben. Gerade die Vielfalt<\/span> der St\u00e4rken, die in uns steckt, macht unsere Welt so sch\u00f6n bunt und uns f\u00fcr den internationalen Wettbewerb stark. Wir sind alle voneinander abh\u00e4ngig (der Architekt kann ohne Maurer, Installateure, Zimmerm\u00e4nner, Elektroinstallateure etc. kein Haus bauen).<\/p>\n<p class=\"western\">Im September werden erstmals D\u00fclmener Unternehmen zeigen, was sie herstellen. \u201eMade in D\u00fclmen\u201c, finden wir super! Wir w\u00fcnschen uns, dass f\u00fcr diesen Tag noch mehr Werbung gemacht wird und die Sch\u00fcler\/-innen besonders eingeladen werden und nicht nur wie \u00fcblich die interessierten B\u00fcrger.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Kooperationen von D\u00fclmener Unternehmen k\u00f6nnten vielleicht Kindergartengruppen oder Krippen f\u00fcr ihre Angestellten anbieten, um die wichtigen Bindungen zu Bezugspersonen m\u00f6glichst stabil zu<\/span> <span style=\"color: #000000;\">halten. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><b>Wir ziehen also eigentlich alle am gleichen Strang,<br \/>\n<\/b><\/span><span style=\"color: #000000;\">denn wir alle &#8211; egal ob pro oder contra Sekundarschule &#8211; m\u00f6chten, dass sich etwas tut und es unseren Kindern gut geht. Die Stadt D\u00fclme<\/span>n wird dieses schwerwiegende Problem, unserer Meinung nach, nur mit Hilfe der Bev\u00f6lkerung l\u00f6sen k\u00f6nnen. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, dass sich bis in die Schulen auswirkt und nicht um ein rein bildungspolitisches Problem. Deshalb kann der Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung auch nicht in einer neuen Schulform liegen. Unsere eigenen Wertvorstellungen brauchen einen Schubs in die richtige Richtung.<b> Jeder Mensch ist gleich viel Wert<\/b>, egal<span lang=\"en-US\">, <\/span>welche Schule er besucht, welchen Beruf er aus\u00fcbt und aus welchem Elternhaus er kommt. Hier eine Ver\u00e4nderung herbeizuf\u00fchren ist keine leichte Aufgabe. Aber es ist m\u00f6glich, mit der Unterst\u00fctzung der Menschen, die das genauso sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bildungsdilemma &#8211; und welche Gedanken wir uns dar\u00fcber gemacht haben (&#8230; und nicht nur wir) Der Pisa-Effekt Eine gute Schulausbildung ist dank &#8222;Pisa&#8222; unumg\u00e4nglich mit Finnland verbunden. 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